MOMENTAUFNAHME in Zeiten mit COVID-19

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Aufatmen ist überall spürbar. Erleichterung, dass nach dem Lockdown wieder manches möglich ist, was wir vermisst haben. Und doch bleibt eine letzte Unsicherheit im öffentlichen wie im privaten Leben. Wie weit ist Öffnung schon möglich? Gibt es eine zweite Welle? Wann kann ich meine Angehörigen im Heim wieder uneingeschränkt besuchen? Bleibe ich verschont?

Auch im kirchlichen Leben sind vermeintliche Sicherheiten verloren gegangen. In Gottesdiensten sind weiterhin begrenzte Plätze ausgewiesen. Singen ja, aber nur mit Mundschutz. Chorproben nur mit großem Abstand, Sitzungen mit viel Distanz …  Seelsorge in den Kliniken und Heimen erfordern spezielle Schutzmaßnahmen und in Beratungsstellen geschieht vieles online. Mit all dem sind wir weit weg vom gewohnten Alltag und Angebot.

Viel Phantasie wurde aufgewandt mit Gottesdiensten auf YouTube, Telefonaktionen wurden durchgeführt, regelmäßige Zeitungsbeiträge verfasst und abendliches Singen von Fenstern und Balkonen organisiert … Dennoch lässt sie sich nicht vertreiben, diese letzte Unsicherheit. Wir spüren inmitten in aller Kreativität deutliche Grenzen.

Und wie lassen sich die finanziellen Einbrüche des Kirchensteueraufkommens kompensieren? Wie gehen wir mit den vielen Kirchenaustritten um, die uns die Medien breit präsentieren? Und da ist die Frage nach der eigenen Rolle, wenn wir gesellschaftlich nicht mehr als systemrelevant gesehen werden. – Ja, Unsicherheit, die sich nicht übersehen und wegreden lässt. Sie treibt uns ins Fragen, führt uns zurück auf unseren Grundauftrag: Gott und den Menschen dienen.

Dass sich Kirche und Gemeinde von diesem Auftrag her neu orientiert und sich wieder aus- und aufrichten lässt, darum geht es. Das geschieht im Hören auf Gott und im Gespräch mit den Menschen. Dies gilt es neu einzuüben. Dazu helfen wollen die sonntäglichen Gottesdienste, wie auch die häuslichen Andachten während dem täglichen Gebetsläuten, aber auch die Besinnung auf das, was uns trägt. So können wir den Dienst füreinander angehen.

Geschehen soll dies auch durch unseren Neubau, dem Haus der Evangelischen Kirche des Kirchenbezirks, das kurz vor der Fertigstellung steht. Wir freuen uns, dass wir dort unsere Dienste ab Herbst gebündelt und unter einem Dach anbieten können. Es dient als Anlaufpunkt für vielfältige Dienste an Menschen in unterschiedlichsten Lebenssituationen. Wir wünschen uns, dass dieses Zentrum etwas ausstrahlt von Vertrauen, Hoffnung und Gottes Menschenfreundlichkeit. Getragen ist solcher Dienst von der großen Verheißung, von der Kirche lebt – auch und gerade in unsicheren Zeiten: „Ich bin bei euch alle Tage.“

Ich wünsche Ihnen eine behütete und erholsame Sommerzeit!

Ihr Dekan
Dr. Friedrich Langsam

 

 

Geistlicher Impuls zur Sommerzeit

Das öffentliche Leben kehrt zurück.

Wir spüren es nach den Wochen des Lockdowns überall. Menschen sind wieder unterwegs, vor Eisdielen bilden sich Schlangen und Cafés und Biergärten sind wieder Treffpunkt von Jung und Alt. Gerade in diesen Sommertagen und der Urlaubszeit zieht es uns hinaus und wir wollen wieder unter Menschen sein.

Dennoch gibt es (noch) keine Rückkehr zur Normalität, wie wir sie kannten. Äußerlich sind uns viele Dinge, wie auch vertraute Feste, versagt. Und innerlich bleibt und prägt uns das Bewusstsein der Brüchigkeit allen Lebens. Wie geht beides zusammen – Verlangen nach Leben und die Erfahrung, dass es stets gefährdet ist?

Der Liederdichter Paul Gerhardt hat im Blick auf Gott beides zusammengebracht. „Geh aus mein Herz und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit“, dichtet er und öffnet alle Sinne für Gottes herrliche Schöpfung. Und gleichzeitig hat er erlebt, wie bedroht sie ist – in den Schrecken des 30-jährigen Krieges und angesichts des Todes seiner Kinder.

Doch dabei bleibt er nicht stehen. „Ach denk ich, bist du hier so schön und lässt du’s uns so lieblich gehen auf dieser armen Erden …“ Im Vergleich zum Kommenden, dem „reichen Himmelszelt“ erweist sich diese Welt als arm, bedroht, vergänglich. Er blickt auf Gottes neue Welt, an der er Teil haben möchte: „Erwähle mich zum Paradeis und lass mich bis zur letzten Reis an Leib und Seele grünen, so will ich dir und deiner Ehr allein und sonsten keinem mehr hier und dort ewig dienen.“

Vielleicht regt uns dieses alte Lied an, nicht alles von dieser „armen Erden“ zu erwarten. Es will Hoffnung wecken auf den, der Schöpfer und auch Vollender ist. Unser christlicher Glaube erinnert uns daran, dass wir hier keine bleibende Stadt haben, sondern auf die zukünftige hin unterwegs sind. So können wir uns über das geschenkte und anvertraute Leben freuen, es gerade in dieser Sommerzeit genießen und doch im Blick behalten, dass es mehr und Größeres gibt, als wir sehen und uns träumen lassen.

Ich wünsche Ihnen eine frohe und erholsame Sommerzeit!
Seien Sie behütet und bewahrt!

Ihr Dekan, Dr. Friedrich Langsam


Andachten&Predigten aus der gottesdienst"freien" Zeit

In unseren Kirchen werden Gottesdienste ja wieder regelmäßig gefeiert. Dennoch möchten wir Ihnen die Geistlichen Worte zum Sonntag - aus der Zeit, in der keine Gottesdienste gefeiert werden durften - weiterhin auf unserer Homepage zur Verfügung stellen.

Wählen Sie sich untenstehend eine Kirchengemeinde aus.

 

 

Spenden per Lastschrifteinzug

Liebe Gemeinde, liebe Fördererinnen und Förderer unserer Gesamtkirchengemeinde Ravensburg.

Spenden können Sie uns jetzt online zukommen lassen, auch wenn Sie selbst kein Online-Banking verwenden. Hierfür haben wir auf unserer Homepage das Spendenportal eingerichtet. Selbstverständlich werden uns Ihre Angaben verschlüsselt übermittelt.

Wir danken Ihnen herzlich für jede Unterstützung!

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tägliches Bet-Läuten

Die Glocken unserer Kirchen läuten
jeden Tag um 19:30 Uhr.

Die Kirchengemeinden möchten alle Christen ermutigen, zu dieser Uhrzeit den Tagesablauf für einen Moment zu unterbrechen, zum Innehalten und um ein Fürbittgebet für die von COVID-19 betroffenen Menschen und für die bedrohte Welt zu sprechen.

Wenn Sie möchten: vorformulierte Fürbitten und eine kompl. Abendandacht haben wir für Sie vorbereitet.

Fürbitten/Andacht

Impulse für Gebete

Liebe Gemeindeglieder, liebe Freundinnen und Freunde unserer Kirchengemeinde,

auch wenn aktuell Gottesdienste nicht gefeiert werden dürfen, haben wir die Möglichkeit, uns im Gebet an Gott zu wenden.

Dies müssen wir wohl alle einzeln tun, können darin aber dennoch miteinander verbunden sein und bleiben.

So rufen die Glocken unserer Stadtkirche wochentags am Morgen, Mittag und Abend zum Gebet. Wenn wir in unserem Tun durch das Geläut unterbrechen lassen, sind wir miteinander vereint in unserer Fürbitte.

Hier finden Sie Impulse für Ihr Morgengebet

Hier finden Sie Impulse für Ihr Mittagsgebet

Hier finden Sie Impulse für Ihr Abendgebet

Hilfsangebote vom Diakonischen Werk OAB

In der schwierigen Corona-Zeit brauchen jetzt viele Mensche besondere Hilfe.

Das Diakonische Werk OAB - eine Einrichtung unseres Ev. Kirchenbezirks Ravensburgs - hat hierfür Programme/Angebote erarbeitet.

  • Allgemeine Tipps zur Bewältigung der Corona-Krise
  • Hilfe für junge Eltern, Notbetreuung KiTa
  • Einkaufshilfen für Menschen die zur Risikogruppe gehören
  • Für alle Erwachsene ein Not-Telefon zur seelischen Unterstützung
  • Ein Not-Telefon für Kinder/Jugendliche mit Sorgen und Nöten

 

Alle Informationen zu den Angeboten finden Sie hier.

Über Risiken schnell informiert sein

  • Meldungen aus der Landeskirche

  • 14.08.20 | Heiligs Blechle

    Warum ein „Heiligs Blechle“ nichts mit einem allzu sehr geschätzten Automobil zu tun hat, eher im Gegenteil. Das lernen Pilgernde auf dem Brenzweg in Altensteig-Berneck. Und manches mehr.

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  • 12.08.20 | Digitaler Glaubensweg durch Waldenbuch

    Aus der Not eine Tugend gemacht, das hat das Evangelische Gemeindeblatt. Es wollte seinen „Glaubensweg 2020“ durch Waldenbuch nicht ganz Corona zum Opfer fallen lassen und bietet ihn jetzt digital an: als multimediale Reportage.

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  • 12.08.20 | Bibelpreis 2021: Jetzt bewerben

    Wer eine originelle Idee hat, wie sich die Bibel und ihre Botschaft zu den Menschen bringen lässt, hat Chancen auf den Bibelpreis 2021. Noch bleibt fast ein Jahr Zeit, um die Idee umzusetzen. Kreativität kann sich auszahlen: Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert, und es gibt zudem drei Zusatzpreise.

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